Gardasee 2010

Jugendausflug
vom 17. bis 19. September

Auch dieses Jahr trafen sich wieder 25 Mitglieder davon im Schnitt mit vielen Jungen Mitgliedern, die nun endlich mitfahren durften zum jährlichen Ausflug der Landjugend.

Am 17. September trafen wir uns wie gewohnt um 14:00 Uhr am Jugendraum. Wir wurden wieder vom Busunternehmen Harlander auf unserer Reise begleitet. Nach dem gemeinsamen Foto wurden noch schnell alle wichtigen Sachen in den Bus verladen, und um 14:30 Uhr hatte man Höhenmoos schließlich verlassen.

Im Bus fand als erstes die Begrüßung durch die Vorstände statt, die uns mit knappen Worten den Reiseablauf erläuterten. Unser Busfahrer Dieter stellte sich auch noch vor, denn allen war er noch nicht bekannt. Mit Musik und guter Laune kamen wir mit einigen Raucherpausen gegen19:30 Uhr in Sirmione an. Nachdem wir in Sirmione ein wenig umher irrten, fanden wir auch endlich unser Hotel „La Paül“. Bei gut 10 ° C. wärmer als bei uns in Höhenmoos, passierten wir das Hotel, nachdem wir von den Vorständen die Zimmerkarten bekamen. Anschließend machten wir uns auf den Weg in unser Hotel  „Smeraldo“, welches zum Hotel „La Paül“ gehörte. Hier war auf 20:30 Uhr ein Abendessen für uns reserviert.  Bis auf ein paar, denen die Busfahrt etwas schwerer zu schaffen machte, waren alle beim Essen dabei. Der Abend blieb dann zur freien Verfügung, man konnte, das Nachtleben erforschen oder gemütlich bei einem oder mehreren Gläsern „Aperol Sprizz“ zusammensitzen und ratschen.

Leider blieb es uns auch in diesem Jahr nicht erspart, dass wir einen unfallfreien Ausflug erlebten. Unser lieber Wolfgang wollte die Tiefen des Gardasees in dunkler Nacht erforschen. Dort unten wurde er dann sogleich vom steinigen Boden begrüßt, wo wir am nächsten Tag recht gefährlich Steine und Eisenstangen begutachten konnten. Nach einem bestimmt graziösen Sprung in den See, tauchte er auf und den Zeugen stockte wohl erst der Atem, als sie Ihn sahen. Etwas blutverschmiert, stieg er aus dem Wasser. Sofort wurden die Vorstände benachrichtigt. Kathrin verständigte in Ihrem besten italienisch den Krankenwagen, der sich bei der Anfahrt etwas Zeit ließ. In der Zwischenzeit versorgten wir Woof so gut es ging. Nach gut 15 Minuten traf der Notarzt beim Hotel ein, die Polizei ließ auch nicht lange auf sich warten. Nach ein paar Fragen wurde Woof auf die Liege geschnallt und wurde in Begleitung mit Kathrin ins Krankenhaus gebracht. Die Stunden vergingen und Beide kamen gegen 4:30 Uhr am Hotel an. Nachdem sich jeder den demolierten Woof angeschaut hatte und die allgemeine Neugierde abgeflacht war, ließ man es dann eher etwas ruhiger ausklingen.

Am Samstagmorgen traf man sich bereits um 8:00 Uhr zum Frühstücken um dann
nach Verona aufbrechen zu können. In Verona angekommen gingen wir als erstes in die Arena di Verona. Die Arena ist das drittgrößte der erhaltenen antiken Amphitheater. Wer sich 45 Stufen die ca. 45 cm hoch sind hinauf schleppt, der konnte einen wunderbaren Blick über Verona genießen. So Manche testeten auch das Echo der Arena, es stellte sich aber heraus, dass die „Bayern-Gesänge“ nicht so gut wie in der Allianz Arena sind.
Nach der Arena machten wir uns dann auf den Weg zum berühmten Balkon von „Romeo und Julia. Somit hatten wir die zwei der wichtigsten kulturellen Highlights in Verona gesehen. Zur Mittagszeit, verweilte man dann wieder in einem guten italienischen Restaurante. Nach der guten Verköstigung, war der Nachmittag dann zur freien Verfügung.
Um 16:30 Uhr traf man sich dann wieder am Bus, um wieder nach Sirmione zu fahren. Bevor man sich wieder zum Abendessen traf, blieb Zeit, um den Gardasee oder den Swimmingpool bei Tageslicht zu erforschen und somit gefährlichen Hindernissen aus dem Weg zu gehen. Trotz der kühlen Wassertemperaturen, beider Gewässer ließen sich die Jungs nicht davon abhalten ein bisschen Wassergymnastik zu betreiben. Fleißig wurden die Muskeln gedehnt, bevor man ins kalte Wasser ging. Jeder hatte sichtlich spaß, Verletzte gab es keine.

Abends wurden wir dann vom Bus bei stärkerem Regen zu unserem Lokal „Golden Beach“ in Desenzano gefahren. Nachdem fast jeder seinen Platz gefunden hatte das um diese Stunde und beim körperlichen Zustand von Manchen nicht mehr ganz so leicht war, bekam Maria unser erster Vorstand einen nicht ganz erfreulichen Anruf von unserem Busfahrer. Beim Rückwärtsfahren, mit dem Bus, durchbrach ein Ast aus dem Nichts in der Dunkelheit die linke hinterste Fensterscheibe.
Einige Jungs und Mädls, eilten Dieter zur Hilfe. Der strömende Regen, machte das ganze nicht einfacher. Man versuchte mit einer Plane das Loch zu schließen, was aber fast unmöglich war. So gut es ging, klebte man die Kaputte Scheibe ab, und Dieter fuhr zum Hotel zurück. Durchnässt kamen die Helfer wieder im Restaurante an.

Endlich kamen wir zur Bestellung. Zum Glück hatten wir unsere Kathrin dabei, die das komplette Menü für uns vom Italienischen ins Deutsche übersetzte, so konnte jeder nach seinem Geschmack wählen. Feinste Meeresfrüchtegerichte und Fleischspeisen wurden uns serviert, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen ließen. Gemütlich saß man noch lange zusammen. Zwei richteten es sich etwas bequemer ein und verschliefen den ganzen Abend. Nach und nach brachen dann die meisten in Gruppen auf und ließen sie vom Taxi zum Hotel zurückbringen. Wer noch nicht genug hatte, von dem aufregenden Abend, der besuchte noch die ein oder anderen Zimmer, wo bis spät in die Nach getrunken und geratscht wurde. Leider blieben in dieser Nacht drei Betten unbenützt. Die Jungs wurden von Ihrem Zimmerkameraden ausgesperrt und suchten somit Unterkunft, beim einem anderen Jungszimmer. So geschah es, das in einem 3-Bettzimmer auf einmal sechs Jungs fast alle gemütlich und zusammengekuschelt schliefen und sich nicht aus der ruhe bringen ließen.

Am nächsten morgen beim Frühstück zeichnete es sich eindeutig in den einzelnen Gesichtern ab, wer eine durchzechte Nacht hinter sich hatte.
Um 10:00 Uhr traten wir dann mit einer neuen Luftzufuhranlage die Heimreise an. Viele Fotos wurden geschossen, im Bus wurde gesungen und die Insider dieses Ausfluges konnte man gar nicht oft genug wiederholen. Auch bei den Raucherpausen wurde es nicht langweilig. Eine mittlerweile selten gesehene Telefonzelle wurde in Beschlag genommen und gleich auf die Bestandsfestigkeit getestet, in dem man so viele Menschen wie möglich hineinpresste. Man schaffte es dann auf eine beachtliche Zahl von 8 Personen. Die Zelle wurde verlassen, und weiter ging es mit der Heimfahrt.

Nach gut fünf Stunden Fahrt, kehrten wir dann beim Gasthof Maurer in Grainbach ein. Hier gönnte man sich zum Abschluss des Ausflugs in gemütlicher Runde noch einmal ein schmackhaftes boarisches Essen. Unverletzt zu Hause angekommen, wurde der Bus geräumt und sauber gemacht. Wer noch Lust hatte, blieb am Jugendraum noch sitzen, der Rest machte sich auf nach Hause.